Sunday, September 4, 2011

kandierter Ingwer & Sirup

Guten Morgen meine Lieben,
vor lauter Ankündigungen und anderen Neuigkeiten habe ich es schon lange versäumt, mal wieder ein Rezept zu posten; kein Wunder, dass der Berg, den ich noch abarbeiten muss, so gar nicht kleiner wird.

Heute gibt es also mal wieder einen kulinarischen Beitrag, um zumindest ein wenig aufzuholen :-) Wenn ich nicht ganz verkehrt liege, stammt auch dieses Rezept noch aus der Osterzeit *schäm* Sollte ich also bis spätestens Weihnachten noch nicht mit meinen "Versäumnissen" durch sein, sehe ich für die besinnliche Bäckerei dieses Jahr wieder mal schwarz *grummel*

Ok, long story short - hier kommt kandierter Ingwer (+ Sirup als "Resteverwertung"), natürlich aus den Federn der fleißigen Schreiber bei Chefkoch.de:

Zutaten:
- 100g frischer Ingwer (nach dem Waschen, Schälen & Kleinschneiden, bei mir reichte eine gut gewachsene Wurzel)
- 100g Zucker
- 100ml Wasser (zumindest am ersten Tag, evtl. habe ich auch etwas falsch gemacht, aber ich musste jeden Tag ein wenig "nachkippen")
- Zucker oder Puderzucker zum Wälzen
(- falls man aus dem eingekochten Zuckerwasser noch einen feinen Sirup herstellen möchte: Orangen- oder Zitronensaft)

Zubereitung:
4 Tage Zubereitungszeit einplanen!
Frischen Ingwer kaufen, waschen, schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Die Stücke mit dem Wasser zusammen in einen Topf geben und das Ganze kurz aufkochen lassen, danach noch für 20 Minuten köcheln lassen (also die Temperatur etwas drosseln).
Zucker hinzugeben und so lange umrühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat - danach erst einmal abkühlen lassen und bis zum nächsten Tag beiseite stellen (ich habe noch Frischhaltefolie darüber gespannt).

Am zweiten Tag der Zubereitung wird das Ganze noch einmal kurz aufgekocht und wieder für 20 Minuten sanft geköchelt (ich musste an dieser Stelle bereits wieder ein wenig Flüssigkeit hinzufügen, um eine gewisse Geschmeidigkeit herzustellen).
Danach wieder vollständig auskühlen lassen und abgedeckt bis zum nächsten Tag beiseite stellen.

Auch am dritten Tag muss diese Prozedur wiederholt werden.

Kurze Erklärung: beim Kandieren geht es darum, den Wassergehalt im Ingwer zu reduzieren und dafür den Zuckeranteil zu erhöhen, daher zieht sich die Herstellung über einen langen Zeitraum hin, in welchem das Wasser zu einem Großteil durch Zucker ersetzt wird.
Am vierten Tag lässt man den Sud solange köcheln, bis der Ingwer leicht glasig und die Flüssigkeit sirupartig wird (war bei mir schon vorher der Fall, vielleicht habe ich den Topfinhalt zu lange oder zu enthusiastisch "bearbeitet").
Jedenfalls können die Stückchen nun aus dem Sirup entnommen und auf einem Gitter (wie zur Pralinenherstellung) abgetropft werden.
Danach habe ich persönlich die kleinen Sünden in Puderzucker gewälzt (klebt dann auch nicht mehr so sehr) - die Schreiberein des Rezeptes empfiehlt hingegen braunen Zucker, dies würde einen leckeren "Crunch" ergeben.

Wer den Sirup nun nicht wegschmeißen möchte, kann ihn entweder pur verwenden oder noch mit Zitronen- und/oder Orangensaft erneut aufkochen (eventuell erneut Zucker hinzufügen) und erst dann verwenden (zum Beispiel mit Sekt aufgegossen).

Ich persönlich fand beide Köstlichkeiten sehr schmackhaft, aber gerade bei Ingwer scheiden sich nun einmal die Geister.
Erst herrlich süß und im nächsten Moment eine gewisse Schärfe - das ist nicht jedermanns Sache!

PS: Natürlich ist die Herstellung mit einem gewissen Aufwand verbunden, daher lohnt sich die Überlegung, ob man nicht direkt mehr Ingwer kauft (und die Zutaten entsprechend hochrechnet) und sich die "Arbeit" nur einmal "antut".

2 comments:

  1. ingwer ist ja sooooo gesund. ich schneide immer ein paar scheibchen ab und koche tee!
    liebe sonntagsgrüssele

    ReplyDelete

 

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