Saturday, August 6, 2011

Geburtstagskaffeetafel 2011 - #02 [moi]

Hui, mein Geburtstag und die entsprechende Feier liegen immer weiter zurück und gepostet habe ich davon noch nichts *schäm*
Irgendwie kommt immer etwas Wichtigeres dazwischen zurzeit.
Dabei war die Kaffeetafel diesmal richtig gut :-)

5 verschiedene Köstlichkeiten hatten ihren Auftritt, darunter 2 alte Bekannte, ein "neuer Alter" (weil ich den zwar schon einmal gebacken habe, aber da den Blog noch nicht schrieb, so dass ich keine Fotos mehr für einen Eintrag hatte) und zwei ganz neue Schönheiten, von denen eine allerdings etwas Stiefmütterlich behandelt werden wird ;-(

Ok, bevor ihr jetzt ewig rätselt, was das heißen soll, fange ich gleich mal mit dieser Kurzgeschichte an:
Ich suchte bei Chefkoch.de einen Kuchen, welcher eine rote Frucht (Kirsche, Erdbeere, Himbeere .. sowas halt) beinhalten sollte, um neben dem Fantakuchen (Pfirsiche&Mandarinen) und den Schokobomben etwas Abwechslung für den Gaumen bieten sollte.
Meine Entscheidung fiel auf diesen "Kirsch-Schmand-Blechkuchen", weil bei uns jeder Kirschen gerne isst und ich Schmandcremes sehr lecker finde.
Leider habe ich dumme Nuss das Rezept nicht in einem Rutsch genau gelesen, sondern nur die Fotos angeschaut, die mich davon überzeugt haben, dass ich den Boden backe und dann eine Creme anrühre und den Kuchen damit bestreiche.
Naiv wie ich bin, ging ich als am Tag vor der Feier daher und machte den Boden fertig, löste ihn aus dem Backrahmen und stürzte ihn sogleich auf meine feine Glasplatte, um dann zum 2. Teil überzugehen.
Als ich also weiterlas, kam die böse Überraschung: entgegen meinen Erwartungen bestrich man den Kuchen zwar und gab die Kirschen oben drauf - doch dann gab man ihn zurück in den Ofen, um ihn zu Ende zu backen.
D'oh, wie Homer Simpson jetzt sagen würde.
Na gut, das Kind war also in den Brunnen gefallen - ich musste also spontan handeln.
Zum Glück befand sich noch eine 2er-Packung Paradiescreme Vanille im Hause, welche ich auch sogleich anrührte und mit einem Becher Schmand "verfeinerte".
Nun ja, das war nun immerhin die Art von Belag, die ich mir vorgestellt hatte.
Die Kirschen wurden also nicht abgetropft und mitgebacken, sondern mit Tortenguss angedickt und über die Vanillecreme gegeben.
Um wenigstens noch ein bisschen Effekthascherei zu erzeugen, schlug ich noch 400g Sahne steif und strich sie über die Fruchtschicht, so dass ich zumindest behaupten konnte, einen tollen "Lagenkuchen" erstellt zu haben. 
Das hatte leider so gar nichts mehr mit dem Kuchen aus dem Rezept gemeinsam; wie ärgerlich.
(Aber geschmeckt hat es anscheinend trotzdem.)
Die 2. Pleite kam, als ich meine Fotoausbeute nach der Feier sondierte - leider war wieder ein Teil der geknipsten Bilder verschwunden! Und somit auch die Komplettansicht des Kirschkuchens plus Anschnitte.
Ehrlich mal, dieses Gebäck war ein echter Pechvogel.
Ok, natürlich waren noch Reste über, so nahm ich mir vor, einfach nur ein Stück separat aufzunehmen, damit ich wenigstens etwas hatte.
Aber Pustekuchen - mittlerweile waren die Kirschen in die Sahneschicht gezogen, soll heißen: sie verfärbte sich unschön an vielen Stellen rosa und schied somit für gute Fotos komplett aus.
Tja, das war wirklich mal ein Satz mit X - war wohl nix :-(
Viel erfolgreicher war mein zweiter Versuch mit der Oreotorte (auch: Oreo-Layer-Cake).
Natürlich wusste ich, dass davon eine Menge übrig bleiben würde, da sie soooooooo mächtig ist. Aber dafür ist sie auch soooooooo lecker!
Und da ich das Geburtstagskind war, habe ich mir diese kleine Dekadenz gegönnt und sie einfach gemacht. Man hat schließlich nur einmal im Jahr seinen Ehrentag, da darf man sich mit einem Stück seiner allerliebsten Lieblingstorte verwöhnen.
Gut, wenn die Wettervorhersage auf 40° im Schatten hinausgelaufen wäre, hätte ich es mir bestimmt noch einmal überlegt, aber da unser Sommer gar keiner ist, konnte ich es riskieren.

Hmmm, dieses sahnig-schokoladige Prachtstück hat bestimmt eine Million Kalorien, aber das ist es einfach wert.
Ich schreibe das Rezept dafür nicht aus, denn es ist bereits in diesem Blog verewigt - klickt einfach auf den Link :)

Der "neue Alte" ist ein Milchreiskuchen, oder auch Belgischer Reisfladen (mein Mann sagt immer "Flan"?).
Im Grunde ist es nur ein süßer Hefeteig, der in einer Springform ausgelegt und mit gekochtem Milchreis gefüllt wird. (Muss ich erwähnen, dass man ihn dann backen soll?)
Für mich persönlich ist das jetzt nicht so der Kracher, weil ich kein gesteigertes Bedürfnis nach Milchreis habe, dafür mag ihn mein GöGa umso mehr.
Naja, wenn er nicht zu fest wird. War diesmal seine Meckerei.
Ich finde Kritik ok, aber er verpackt sie so blöd.
Anstatt zu sagen: "Schatz, danke dass du mir eine Freude bereiten wolltest. Geschmacklich ist der Kuchen auch gut, aber der Boden zu fest und trocken. Meinst du, du kannst versuchen, ihn das nächste Mal früher aus dem Ofen zu holen?"
Kommt ein: "Hmmpf, der ist viel zu fest."
Toll. Danke. Besuche mal einen Kurs in konstruktiver Kritik, Schatzi =P

Wenn ihr euch trotzdem auf das "Experiment: Milchreiskuchen" einlassen wollt ... here we go:

Zutaten (Füllung):
- ein Liter Milch
- 125g Zucker
- ein TL Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote
- eine Prise Salz
- 175g Milchreis
- 2 Eier

Zutaten (Hefeteig):
- 300g Mehl
- ein Paket Trockenhefe
- 50g Zucker
- Vanillezucker
- ein Ei
- 125ml lauwarme Milch
- 100g weiche Butter

Zubereitung:
Milch, Zucker, Vanille und Salz in einen Topf geben und zum Kochen bringen.
Den Milchreis hinzufügen und noch einmal richtig aufkochen - dabei immer schön rühren, damit nichts festklebt oder anbrennt.
Temperatur sofort herunterdrehen, so dass der Milchreis 45 Minuten lang vor sich hinköchelt und aufquillt.
Gelegentlich umrühren und Sämigkeit testen.
Mehl und Hefe in einer großen Schüssel vermischen (wer will, kann sie aber auch erst mit der Milch und dem Zucker ansetzen; ist bei Trockenhefe aber eigentlich mittlerweile nicht mehr nötig) und dann mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teigballen kneten.
Sollte er zu trocken sein, einfach noch ein wenig Milch dazugeben - sollte er aber zu arg kleben, lieber noch teelöffelweise Mehl dazugeben, bis alles seine Richtigkeit hat.
Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde lang gehen lassen.
Anschließend auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz ausrollen und in eine gefettete und bemehlte Springform geben (es muss ein Rand entstehen).
Die beiden Eier, die bisher keine Verwendung gefunden haben, werden nun verquirlt und bis auf 1-2 EL in die nur noch lauwarme Milchreismasse gegeben (gut verrühren, bitte).
Jetzt kann der Reis auf den Hefeteigboden gegossen (glatt streichen) und mit dem restlichen Ei bestrichen werden.
Bei 175° (Umluft, vorgeheizt) für 25-30 Minuten in den Ofen geben und goldbraun backen.

Mittlerweile darf er auf keiner Kaffeetafel mehr fehlen: der Fantakuchen!
Geliebt von jung und alt,dick und dünn, Junge und Mädchen. Sogar im Sommer ein Hit, trotz Zimt-Puderzucker-Bestäubung.
Ich glaube, den kann ich mittlerweile im Schlaf backen ;-)

Ich finde nur, dass man ihn eher Schmandkuchen mit Früchten nennen sollte - es kommt zwar Fanta mit in den Teig für den Boden, aber man schmeckt sie nicht heraus und sie bildet keinen wesentlichen Bestandteil des Kuchens. Seltsame Sache.

Aber all das ist unwichtig, weil dieses Schmuckstück wirklich jedem schmeckt und so unglaublich einfach zuzubereiten ist.
Ich kann mir getrost schwierige oder langwierige Rezepte heraussuchen und diesen hier nebenbei "zusammenklatschen", ohne, dass es mich großartig Zeit oder Vorbereitung kosten würde.
Auch dieses Rezept schreibe ich nicht noch einmal auf, da es bereits auf Cookienelle vorhanden ist - folgt einfach dem Link :)

Der letzte Kuchen war vom Teig her ein wenig wie seine große Schwester, die Oreotorte. Sehr sündig, sehr zuckerlastig und wahnsinnig schokoladig.
Ich gebe zu, dass man sich auch locker für einen der Beiden hätte entscheiden können, ohne der Geschmacksvielfalt etwas wegzunehmen.

Es sind zwei Dinge, die mich an diesem Kuchen fasziniert haben:
1. der Name - Devil Dog Cake .. hallo? Das muss man einfach mal austesten!
2. der Guss - klingt typisch amerikanisch, süß, süßer .. Zucker!

Zutaten (Kuchen):
- 250g Mehl
- 85g Kakaopulver, ungesüßt
- 1/2 Paket Backpulver
- eine Prise Salz
- 250g weiche Butter
- 180g Zucker
- 2 Eier
- Mark einer Vanilleschote oder Vanilleextrakt
- 160ml lauwarme Milch

Zutaten (Guss):
- 2 Eiweiß
- 60g Zucker
- 2 EL Wasser
- eine Prise Salz
- 30g Karamellsirup
- Vanilleextrakt

Zubereitung:
Butter, Zucker, Eier, Vanille und Salz in einer Schüssel geben und mit dem Rührgerät schaumig rühren.
(Bei dem Zucker kann man sich zwischen Weißem und Braunen entscheiden - ich habe einfach Halbe-Halbe gemacht.)
Mehl mit Kakao und Backpulver in einer separaten Schüssel vermischen und dann esslöffelweise unter die Buttermasse ziehen.
Jetzt die Milch hinzufügen und alles gut verrühren, bis ein relativ zäher Teig entstanden ist.
Eine Springform einfetten und mehlen.
Ofen auf 150° (Umluft) vorheizen.
Teig in die Springform geben und zwischen 45 und 60 Minuten backen. Dies variiert von Ofen zu Ofen und ist am Besten mit der Stäbchenprobe nachzuprüfen.
Die Kommentatoren und die Autorin sind sich einig, dass der Kuchen am besten schmeckt, wenn er Innen noch nicht ganz durchgebacken ist - meiner war es und schmeckte trotzdem.
Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

So, nun wird der Guss hergestellt - bzw. am Besten kurz vorm Verzehr (einige Leute sagen, dass er gute ein bis zwei Tage ordentlich durchziehen soll, damit der Geschmack richtig hervortritt - dies kann man aber nur ohne Guss machen, da er rohes Eiweiß beinhaltet).
Im Rezept steht, dass man eine Metallschüssel und ein Wasserbad zum Schlagen braucht - da ich aber von Natur aus faul bin (und keine Metallschüssel besitze), habe ich mich an meinen Messbecher gehalten.
Dort kommen alle Zutaten rein und werden (mit dem Handmixer auf sehr hoher  Stufe) zu einem festen Schaum aufgeschlagen (hat bei meiner Variante 12 Minuten gedauert).
Auf dem Kuchen auftragen und eventuell mit Zuckerperlen oder Sonstigem verzieren.
Geschmacklich erinnert es mich an die Füllung von Schaumküssen - ist ja auch im Prinzip das Gleiche.
Da rohes Eiweiß verwendet wird, bitte ich inständig darum, sehr sehr frische Eier zu benutzen.
Mal ehrlich, wem das zu gefährlich ist, kauft ein Glas "Marshmallow Fluff" - schmeckt ganz genauso und ist zumindest viel sicherer.

So, das war also meine Kaffeetafel für 2011 :-) Fehlt noch die von der kleinen Maus - aber da warten wir noch bis Oktober ;-)


1 comments:

  1. da hast du dir ja viel mühe mit dem backen gemacht! wow!

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