Tuesday, July 19, 2011

Rosinenkränze und einmal Dampf ablassen, bitte!

Heute war mal so ein Tag, da musste ich (wieder) an meinen Ohren zweifeln. Schuld daran sind die Post (manchmal) und diverse Paketzusteller (oft).
Stellt euch das mal vor ... ihr seid Hausfrau und (noch) jeden Tag daheim anzutreffen (nicht unbedingt durchgehend, aber dennoch zu einem großen Teil eurer Zeit ... you get the idea).
Da ihr ein Paket erwartet und genau wisst, dass es heute ankommen soll, steht ihr seit dem Aufstehen parat und seid jederzeit bereit, beim kleinsten Klingeln an die Haustür zu hetzen und die ersehnte Sendung in Empfang zu nehmen.
Ihr geht mit schlechtem Gefühl auf das Klo ("Bestimmt kommen die gerade jetzt!"), dreht weder Fernseher noch Musik auf und lasst euch nicht in Telefongespräche oder Sonstiges verwickeln.
Ihr geht nicht einmal mit der Mausimaus zum Briefkasten oder in die Waschküche.
Und das Alles nur, damit ihr den Paketboten nicht verpasst und den Karton schnell in den Händen halten könnt.
Doch das Alles nützt rein gar nichts - denn um 13 Uhr stellt ihr nach einem Blick in die Paketverfolgung angesäuert fest, dass Mr. Zusteller bereits "da gewesen" ist, euch "nicht antreffen konnte" und eure Sendung fröhlich woanders abgegeben hat.
Seriously, what the fuck hell?

Unsere Klingel funktioniert einwandfrei, zahllose Telekomvertreter beweisen es jeden Monat auf´s Neue (nerv nerv nerv), und auch mein Gehör hat von gestern auf heute nicht merklich gelitten, so dass ich zu 100% sicher bin, dass ich jedes Klingeln hätte hören können.

Also erzählt mir bitte nicht, ich wäre "nicht anzutreffen gewesen" - das ist bullshit Bockmist.

Da wir in einem 6-Parteien-Haus wohnen kam schon so mancher Zusteller auf die glorreiche Idee, sein Päckchen bei einem anderen Mieter abzugeben, wenn die Zielperson nicht daheim war.
Gute Sache, habe ich auch schon oft mit mir machen lassen - ganz einfach, weil es weniger Aufwand ist, seine Bestellung ebend beim Nachbarn abzuholen, als mal wieder zum Postamt zu laufen.

Man könnte meinen, Mr. GLS hätte dies ebenso gehandhabt. 
Ich wäre glücklich gewesen. 
Quasi im 7. Himmel.
Aber er wäre nicht Paketzusteller des Jahres 1976 geworden, wenn er es sich so einfach machen würde. No way.
GLSam wirft seine Zustellung zurück in den Truck, fährt einmal um den Block auf das Firmengelände der benachbarten Fleischerei und gibt das Paket dort ab. 
Dann füllt er sein Kärtchen aus, fährt zurück (wir erinnern uns: um den Block!) und klebt die Infokarte an die Haustür.

Fällt jemandem etwas auf?
Nein?
Ok, ich wiederhole es noch einmal: er hat meine Benachrichtigungskarte nicht in den Briefkasten geworfen, sondern an die Haustür geklebt.
An einer Hauptstraße. Wo sie Hans und Franz hätten abreißen können. 

Natürlich muss mich das jetzt nicht aufregen, ich hatte schließlich die Paketverfolgung online am Laufen und wusste daher, dass mein Paket "da war" - ich meine, wer macht das nicht?  Reden wir also nicht davon, dass ich genausogut noch tagelang ahnungslos durch die Gegend hätte laufen können, hätte sich jemand mit mir den "Spaß" erlaubt und hätte die Karte entfernt und weggeschmissen.

Natürlich muss ich mich nicht darüber aufregen, dass Hinz und Kunz sich die Karte unter den Nagel hätten reißen  und ihr Glück versuchen hätten können. Es steht ja (kleingedruckt) auf der Benachrichtigung, dass man das Paket nur gegen Personalausweis aushändigen solle. Was die Dame, die mir meine Zustellung gab, nicht mal in Erwägung zog.
Ist Mr. GLS aber prinzipiell egal - dieses Risiko tangiert ihn nicht mal peripher.

Ja, ich hatte einen schönen Morgen - mit Warten, Hibbeln, Wutausbrüchen und einigen Metern Fußweg mit Kleinkind und einem 10kg-Paket auf dem Rücken (ist nicht sonderlich schwer, aber sehr unhandlich .. immerhin war das Ding fast so groß wie meine Tochter, siehe Fotobeweis).
Ich habe mich telefonisch beschwert und hoffe, dass dem Fahrer tatsächlich ins Gewissen geredet wird. 
Wenn ich auch Vieles gewohnt bin - vor Allem in Hinsicht auf das "nicht klingeln" .. aber dieses Ereignis setzte dem doch die Krone auf.

Ich schreibe diesen Vorfall von dem Produkttest bewusst getrennt auf, denn meinlilalu.de kann für das Verhalten dieses Fahrers natürlich nichts.
Eine Firma kann noch so toll sein und 999 Auslieferungen perfekt über die Bühne bringen, es gibt immer mal einen Patzer.
Dass diese Ausnahme ausgerechnet mich trifft - that´s life.

Jedenfalls ist -abgesehen davon- Moli (umgetauft auf Timmy) also seit heute bei uns eingezogen und wird schon vom ersten Moment an heiß und innig geliebt.
Aber mehr dazu gibt es im ausführlichen Produkttestreport, welcher natürlich erst später geschrieben werden kann, wenn wir auch ordentlich getestet haben.

Hier nur ein kleines sneak preview:

Daher möchte ich mich lieber mit den schönen Dingen des Lebens befassen - Backen!

Hier seht ihr das Originalrezept für Rosinenbrötchen von Chefkoch.de - meines Vaters Lieblingsbrötchen. 
Diesmal in schicker Kranzoptik ;-)

Zutaten:
- 150g Quark
- 6 EL Milch
- 6 EL ÖL
- 75g Zucker
- Vanille(zucker)
- eine Prise Salz
- 300g Mehl
- 75g Rosinen (einen Tag vorher in Rum eingelegt)
(- etwas Kondensmilch zum Bestreichen)

Zubereitung:
Ofen auf 175° (Umluft) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Aus den ersten 7 Zutaten in einer großen Schüssel einen Teig zubereiten.
Die Rosinen abtropfen lassen und unter den Teig kneten.
Den Teig vierteln und jedes Viertel zu einer langen Rolle formen.
Je 2 Rollen nebeneinander legen und miteinander verflechten. Zu einem Kranz zusammenlegen und die Enden ein wenig festdrücken.
Daraus werden also 2 Kränze, welche beide auf das Backblech gelegt und mit ein wenig Kondensmilch bestrichen werden.
15-20 Minuten backen, bis die Teilchen goldbraun geworden sind. 
Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Meinem Vater schmecken sie am besten dick mit Butter bestrichen ^.^

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