Wednesday, September 22, 2010

Spaß mit Socken

Man denkt immer, man müsse den Kindern "pädagogisch wertvolles" Spielzeug kaufen, mit dem sie nicht nur spielen, sondern spielend lernen.
Oder besonders große Sachen. Oder besonders bunte. Mit ganz ganz vielen Teilen. Zum auseinanderbauen und neu zusammensetzen. Geräte mit Musik und Gesang, die zum Nachsingen und Tanzen animieren. Gut für die Kreativität.
Und am Ende sitzen die Erwachsenen vor den Spielzeugen und versuchen, sie ans Laufen zu bringen. Oder sich gegenseitig vom pädagogischen Nutzen der gekauften Produkte zu überzeugen.
Der Nachwuchs sitzt derweil bis über beiden Backen strahlend im Geschenkekarton und spielt voller Freude mit dem Verpackungsmaterial.
Ich glaube, wir Eltern (Omas, Opas, Onkel, Tanten...) machen uns manchmal zu viele Gedanken, wie wir das Kind am besten Fördern können und was ihm dabei helfen könnte und zusätzlich Spaß bringt.
Dabei beweisen uns die Sprösslinge immer wieder, dass die einfachsten Sachen oft die Effektivsten sind und nur eine überschäumende Phantasie vonnöten ist, um aus einer Pappschachtel eine Wunderbox mit 1000 Abenteuermöglichkeiten zu machen.
Wenn nicht Kinder, wer soll dann ein derartiges Überangebot an Phantasie besitzen..?
Von daher soll es nicht verwundern, dass meine Tochter, die ein ganzes Zimmer voller Spielzeug (laut, bunt, blinkend, mit Musik, kuschelig weich, zum Zusammenbauen, zum Puzzlen, zum Ausmalen, mit Liedern .. etc. pp.) ihr Eigen nennt, vollkommen damit zufrieden ist, mit mir und meinem Mann zusammen im Bett zu sitzen und mit ihren Socken zu spielen.
Anziehen, ausziehen, anziehen, ausziehen.
Ausziehen und abwechselnd Mama und Papa unter die Nase halten, damit die (mit schauspielerischem Können, welches eines Oscars würdig wäre) würgend und ächzend und mit der Hand fuchtelnd so tun können, als würden sie die Stinkesocken an den Rand einer Ohnmacht bringen.
Papa dabei beobachten, wie er die Socke über die Hand zieht und so in eine Handpuppe verwandelt. 
Dies selber versuchen.
Und sich dabei königlich amüsieren und einfach nur schlapplachen.
Also lautet die Devise: einfach weniger Nachdenken und nie unterschätzen, dass die einfachsten Mittel oft die tollsten Ergebnisse bringen!

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