Tuesday, September 14, 2010

3 Schichten voller Liebe

Hehe, na, wer weiß alleine vom Titel, worum es gehen soll? Eigentlich unmöglich, woher solltet ihr das auch wissen ;-)
Es so: Eine fast 2-jährige Tochter zu haben (dazu einen Haushalt und einen Ehemann, der ungefähr 10 kleine Kinder ersetzt), ist ein echter Fulltimejob. 
Malen, Spielen, Windeln, Kochen, Essen, Abwaschen, Wischen, bla bla bla. 10 Minuten für sich zu haben ist selten und kommt nur während des Mittags- oder Nachtschlafes vor. Aber selbst dann ist man innerlich "auf dem Sprung", denn es könnte jederzeit ein Schnulleralarm kommen oder das Kind wacht plötzlich aus einem Albtraum auf, etc pp.
Selbst während ich meine Einträge schreibe, muss ich immer wieder unterbrechen ... sei es, um die Trinkflasche aufzufüllen, eine Windel zu wechseln, etwas zu Essen zuzubereiten...
Tja, das ist das Leben einer Mama. Zumindest in den ersten Jahren, wo das Kind noch völlig auf die Umwelt angewiesen ist.
Und es ist auch nichts Schlechtes, denn man bekommt so dermaßen viel vom Kind zurück, dass es sich wirklich lohnt.
Doch trotzdem ist der Akku manchmal leer und man wünscht sich doch etwas mehr Zeit für sich. Das ist auch nur legitim, denn wenn man Nachwuchs bekommt hört man nicht automatisch auf, ein Mensch mit dem Wunsch nach Freiraum zu sein.
In diesen Phasen kommen Omas und Opas auf den Plan. <3
Jedenfalls haben Burkhard und Nina letzte Woche zugesagt, die Kleine zu sich zu nehmen, damit "hubby" und ich geruhsam Hochzeitstag feiern können <3
Also ging es am Donnerstag gegen Abend ab, auf zu einem Wochenende voller Spiel, Spaß, Spannung, Spaziergängen und Spokolade (ja nu, Schokolade hätte nicht ins Raster gepasst).
Durchatmen. Chillen. Relaxen. Zocken. Griechisch Essen gehen, Kirmes, Faulenzen, Batterien auftanken. Toll ^_^ Und alles ohne schlechtes Gewissen - denn die Kleine hat es bei den Beiden zu 100% gut.
(Und trotzdem in jeder freien Minute vermisst man sie mit einem Teil seines Denkens -  Mamasein hat wirklich etwas Schizophrenes an sich.)

Als kleines Dankeschön muss natürlich etwas ganz Tolles herhalten. Etwas Leckeres. Selbstgebackenes. Mit vielen Schichten. Mit viel Süß.

Mit:

- Kruste
- Dulce de Leche
- Käsemasse
- Schokoladenganache

Ok, ok. Keine einzige Komponente ist im Original von mir. Soweit bin ich auch noch gar nicht im Kochen/Backen. Aber ich habe sie selber "zusammengesetzt" und eine Symphonie aus süß und zartschmelzend erschaffen.

Das sieht dann übrigens so aus:

 
Zutaten Kruste:

- 175g Mehl
- 80g Butter
- 20g Zucker
- Wasser


Zubereitung:

Verknetet die Butter mit dem Mehl und dem Zucker. Ihr kippt zwischendurch immer einen Esslöffel Wasser hinzu, damit sich ein geschmeidiger Teig ergibt.
Seid relativ vorsichtig mit dem Wasser, gebt lieber etwas weniger hinzu, als zuviel.
Der Teig wird schön geschmeidig und klebt so gut wie gar nicht.
Er sollte im Kühlschrank gut durchkühlen dürfen - 15-30 Minuten.


Zutaten Dulce de Leche:

- eine Dose gezuckerte Kondensmilch
- Wasser
- ein Topf


Zubereitung:

Es ist ganz wichtig, für das Milchkaramell gezuckerte Kondensmilch zu benutzen! Die meisten reden immer von "Milchmädchen" von Nestlé; diese gibt es bei uns aber nur in Tuben und ich bezweifle, dass es mit einer Tube klappt.
Versucht also, gezuckerte Kondensmilch in Dosen zu ergattern (angeblich soll dies in russischen Lebensmittelläden ganz einfach sein, aber bei uns führt Kaufland eine Marke im Standardsortiment).
Die Dose legt ihr in den Topf und lasst soviel Wasser reinfließen, dass die Dose gut 2-3 Finger dick bedeckt ist. Auch dies ist ein enorm wichtiger Punkt! Ihr müsst während der gesamten Kochzeit darauf achten, dass die Dose immer gut mit Wasser bedeckt ist, da sie ansonsten explodieren könnte.
Klingt gefährlich, ist es aber nicht, wenn ihr immer aufmerksam seid und genügend Wasser nachkippt.
Die Milch muss nun 3-4 Stunden bei mittlerer Hitze in der geschlossenen Dose gekocht werden (denkt an das Wasser!!). Dadurch karamellisiert der Zucker in der Milch und ihr erhaltet zartschmelzendes Milchkaramell.
Tip: je länger ihr die Dose drinlasst, desto fester wird die Masse. Für meine Törtchen brauche ich die Masse relativ fest, also lasse ich sie im Zweifelsfall lieber länger drin.
Sobald ihr euch sicher seid, dass die Dulce de Leche fertig ist, nehmt den Topf vom Herd und lasst die Dose noch im Wasser abkühlen. Bitte nehmt sie erst raus, wenn das Wasser kalt geworden ist.
Wenn ihr sie dann öffnet, erwartet euch:






Zutaten Käsemasse:

- 250g Frischkäse
- Vanilleextrakt
- ein Ei 
- 60g Zucker


Zubereitung:

Die Zubereitung ist denkbar einfach: alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und sehr gut verrühren, so dass der Frischkäse keine Klümpchen mehr bildet.
Erstmal kühlstellen.


Zutaten Schokoganache:

- 75g Zartbitterkuvertüre
- 4 Esslöffel Butter (Ich habe dafür ein Paket Butter der Länge nach halbiert und 3-4 Millimeter dicke Scheiben vorne abgeschnitten)
- 2 Teelöffel heller Sirup


Zubereitung:

Alle Zutaten in einem Kochtopf langsam erhitzen und gleichmäßig verrühren, damit eine schöne, glänzende Ganache entsteht.
Diesen Teil des Rezepts als Allerletztes ausführen, wenn die Törtchen schon abgekühlt sind, da die Masse relativ schnell wieder fester wird und sich dann nicht mehr vernünftig verteilen lässt.


Zusammensetzen:


Den Ofen auf 175° (Umluft) vorheizen und ein 12er-Muffinblech buttern und mehlen.


Den Teig für die Kruste aus dem Kühlschrank nehmen und zu einer "Wurst" formen. Diese halbieren und beide Stücke nochmals halbieren. Aus diesen 4 "Miniwürsten" lassen sie je 3 gleichgroße (wie mans nimmt) Kugeln formen (das war für mich die einfachste Art, um auf 12 in etwa gleich große Stücke zu kommen) und auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen.
Im Originalrezept werden mit einem Glase runde "Lappen" ausgestochen und in die Muffinsformen gelegt, aber ich fand, wenn man die Kugeln einigermaßen vernünftig ausgerollt hat, kann man auch die nicht ganz so runden Lappen verwenden und hat keinen "Verschnitt".
Es ist ein bisschen "Fummelarbeit", die Formen richtig auszukleiden, aber es lohnt sich hinterher definitiv. Versucht, es relativ ebenmäßig zu machen und die "Wände" weder zu dünn, noch zu dick zu machen.


Jetzt geht es ans Füllen. Zuerst kann man mit einem Esslöffel je einen Klecks Milchkaramell in die Förmchen geben. Der Boden soll gut bedeckt sein, aber das Törtchen an sich höchstens bis zur Hälfte gefüllt.




Auf das Milchkaramell kommt jetzt je ein Löffel von der Käsemasse, bis die Törtchen auch hier wieder gut bedeckt, aber nicht bis zum Rand gefüllt sind.
Sowohl von der Dulce de Leche als auch von der Käsemasse hatte ich am Ende noch Reste übrig, aber diese lassen sich ja erstmal im Kühlschrank in Dosen verstauen und später verarbeiten.




Nun kommen die Schönheiten für einige Zeit in den Ofen. Dies kann zwischen 20-25 Minuten dauern.
Ich persönlich habe sie herausgeholt, als der Krustenteig goldbraun und die Käsemasse "fest" war.
Jetzt ist die beste Zeit, die Törtchen sorgfältig in den Formen auskühlen zu lassen und die Zutaten für die Ganache hervorzuholen.




Wenn die Törtchen soweit sind, kann man sie vorsichtig aus der Muffinform entfernen - evtl braucht man ein scharfes Messer, um den Rand etwas zu lösen. Auf jeden Fall gehört ein wenig Fingerspitzengefühl dazu, damit man sie nicht zerbricht oder zerquetscht.
Jetzt stellt man sie auf ein Brett und bereitet die Ganache frisch zu. Es kommt auf jedes Törtchen ca. ein Esslöffel Glasur. Seid nicht zu großzügig und kleckert lieber nicht! Die Ganache geht gerade so auf bei 12 Stück.
Ich habe zur Deko noch etwas Streuzucker in blassrosa draufgemacht - das ist aber total optional ;-)


Tip: Das Ganze ist eine wahnsinnig süße Angelegenheit. Und heutzutage ist es ja mode, süß zB mit salzig zu kombinieren, um einen interessanten Kontrast zu schaffen.
Warum probiert ihr also nicht einfach aus, anstatt des Streuzuckers grobkörniges Meersalz zu verwenden? 
Natürlich keine Wagenladung, eher einen Hauch ;-)



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